2. Tag auf dem Boot. Gegen 0700 aufgestanden, geweckt durch emsige Betriebsamkeit und die Wasserpumpe, die in regelmäßigen Abständen anspringt. Habe ich aber erst durch Beobachtung gelernt, als ein Crewmitglied auf dem Yachtdeck geduscht hat. Der Kaffee hat mich dann wieder aufgeweckt. Für Mittwoch wurde am Sonntag noch Starkwind mit stürmischen Böen vorausgesagt.

Das hätte einen Tag Hafen bedeutet und wahrscheinlich Verschiebung der Prüfung. Heute sieht es schon besser aus.

Frische Brise mit Starkwind-Böen. Dafür heute nur Windstärke 1. Mit Motor zurück nach Pula und dort hoffentlich Seewind zum Segeln.

Im leeren Hafen haben wir Anlegen und Ablegen geübt und man konnte Newtons erstes Axiom beobachten. Ein kraftfreier Körper bleibt in Ruhe oder bewegt sich gradlinig mit konstanter Geschwindigkeit. Wenn man dann ein acht Tonnen Klassenzimmer einparken will geht das nur mit gezielten Gegenkräften.

Gegen 0900 nehmen wir Fahrt auf.

Die Zeit nach Pula nutzen wir für Navigation und Theorie.

Mittag an Bord.

Am frühen Nachmittag Delphine voraus:

[wpvideo zif4zlBN ]

Habe ich leider wegen eines Mittagsschlafes verpasst.

1422: 44G47,586′ N 013G53,966′ E

Noch eine halbe Stunde bis zum Zielpunkt vor Pula.

Vor dem Drill gibt es Kaffee und Kuchen. Leben wie Gott in Frankreich auf deutschem Boot vor Kroatien.

Vor Pula setzen wir Segel und quälen die Bojen wieder. Diesmal Q Wende.

Wir haben jede Menge Spaß. Q-Wende nach Backbord, Q-Wende nach Steuerbord. Burkhard nimmt die Boje auf und schmeißt sie wieder über Bord.

Es wird dunkel und wir bekommen die Hafeneinfahrt bei Nacht als Zugabe.

Die Fischer fahren in Perlenkette raus und wir an Backbord vorbei rein.

Das Anlegen klappt super. Die Steuerbordmooring wird Heldenhaft gegen den Motor verteidigt.

Wir sind in Pula angekommen.

Der Sanddorn Grog heizt kräftig ein.

Den Abend lassen wir in der Stadt ausklingen.

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