Heute morgen hatte uns der Jetlag in seiner Gewalt. Wir haben viel länger geschlafen als wir eigentlich wollten. Irgendwann sind wir dann doch aus dem Bett gekommen und haben unsere Erkundungstour gestartet.

War Goethe Japaner? Unser Besuch des Kiyomizu-dera Tempels glich Goehtes Osterspaziergang: „… alles will sie mit Farbe beleben. Doch an Blumen fehlts im Revier. Sie nimmt geputzte Menschen dafür.“ Eine schier unerschöpfliche Vielfalt von Kimonos. Nicht nur die Kirschbäume erblühen sondern ganz Japan. Mädchen und Frauen bekleiden sich mit ihren Kimonos, eines schöner als das andere und ich bilde mir ein, keines zweimal gesehen zu haben. Sie posieren vor blühenden Kirschbäumen, scherzen und lachen. Kyotos alte Straßen haben ihren Charme erhalten trotz der vielen Touristenläden.

Von allem was ich bis jetzt gesehen habe, Japan hat die größte Dichte an Restaurants. Viele kleine Restaurants mit Platz für weniger als 30 Personen. Zum Mittag hatten wir Ramen, japanische Nudeln. Mit den Stäbchen klappt es schon besser und ja auch Nudeln kann man mit Stäbchen essen. Die Jungs werden nicht verhungern.

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Highlight in einem Restaurant waren die Schlappen, extra für die Toilette. Wenn man das nicht gewöhnt ist, kann man mit den Schlappen schon einmal das Restaurant verlassen. Keine Panik, die Besitzerin passt auf und kommt einem da schon mal hinterher.

Heute hatten wir Ladehemmung mit dem Bus. Da haben wir gleich mal sechs Euro Lehrgeld gezahlt. Bus kostet egal wie weit man fährt immer das selbe. Egal, ob man in den richtigen oder falschen einsteigt. Mit den Nummern und Schriftzeichen kann man sich schnell einmal vertun. Dann braucht man halt zwei Busse zum Ziel statt einem.

Höhepunkt des heutigen Tages war der Besuch einer Kembu Show, traditioneller Samurai Schwertkampf und einem kurzen Schwertkampftraining.

Jetzt wissen wir auch wie man ein Katana an eine Freund übergibt, wie ein Samurai einen Bambus spaltet und sticht.

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