Glück gehabt. Schlüssel verloren und Finder nicht kennen gelernt. Heute Abend kamen wir von unserer Hakone Rundreise wieder im Hotel an und konnten unseren Schlüssel nicht finden. Alle Taschen auspacken, zwei Mal umdrehen, wieder einpacken und noch einmal ausräumen. Es half nichts, der Zimmerschlüssel hatte sich vermutlich in Luft aufgelöst. Wir also zur Rezeption und unser Bedauern zum Ausdruck gebracht. Der Portier gab uns ohne Probleme einen neuen Schlüssel. Wie das? Macht das in Japan nichts aus, wenn man seinen Schlüssel verliert? Ja schon, aber unseren Schlüssel hatte jemand in der Seilbahnstation gefunden und schon per Post zum Hotel geschickt. Somit alles kein Problem mehr.

Zur Hakone Rundreise folgt man einfach dem nicht enden wollenden Strom von Menschen. Wenn man sich was anschauen will verlässt man den Strom und wenn man weiter will fügt man sich wieder ein. Am Anfang brauchten Birgit und die Jungs noch ein wenig Mut sich in einen vollen Zug zu quetschen. Eigentlich konnten die Türen sich schon nicht mehr schließen. Wer aber schon ein mal zur Hauptverkehrszeit in Tokyo U-Bahn gefahren ist weiß, ein paar Leute gehen immer noch rein. Und so passten auch nach uns noch Leute in die Bahn. Los ging’s bergauf. Unser erster Stopp war das Hakone Open Air Museum mit vielen Skulpturen der Modernen Kunst und einer großen Picasso Ausstellung.

Die Buben haben die beiden Kletterkunstwerke genossen.

Weiter ging es dann über den Schwefelschlund von Owakudani hinunter zum See Ashi.

Dort mit einem Sieht-aus-wie-Priatenschiff über den See nach Hakone. Vorbei am berühmten Schrein.

Nur das Wetter hat heute nicht 100% mitgespielt. Während wir im Museum noch blauen Himmel und Sonnenschein hatten, wurde unser Sternchen über dem See von Wolken verdeckt. So blieb uns der fantastische Blick auf Mt. Fuji erspart. Nach Hakone Yumoto sind wir mit dem Bus gefahren. Zu Abend hatten wir Soba (Buchweizennudeln). Mussten ganz schön schnell essen, weil unser kleines japanische Lokal schon um 19:00 Uhr schließen wollte.

Apropos Essen, zum Glück hat uns unser Restaurant heute morgen angerufen, denn sonst hätten wir das Frühstiück glatt verpasst. Was im nachhinein nicht die schlechteste Option gewesen wäre, denn dann hätten wir uns im Tal beim Bäcker einen Kaffee und etwas gebackenes geholt. So kamen wir in den Genuss eines 100% japanischen Frühstücks ohne Kaffee. Da brauch ich aber noch ein paar Tage, bis ich mich daran gewöhnt habe. Die Einzelheiten lasse ich mal weg. Für morgen früh haben wir uns schon mal sechs schwarze Eier beschafft. Für irgendetwas muss der Schwefel von Owakudani ja gut sein.

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