Unser letztes Ziel in Kyoto war Kinkaku-ji, der goldene Pavillon, erbaut im 14 Jahrhundert, in den Fünfzigern des letzten Jahrhunderts von einem Mönch angezündet und neu resauriert. Der Tempel ist mit 20 Kilogramm Gold vergoldet und zieht täglich sicherlich mehrere tausend Menschen an.


Die Besucher sind vom Anblick und den Mitbesuchern so beseelt, dass sich zum Ausgang hin Glücksbringer und Souvenirs sehr gut verkaufen. Auch hier wieder viele Menschen, die sich in einem unendlichen Strom am Pavillon vorbeischieben. Der Garten um den Pavillon ist fast noch schöner als das Gebäude selbst. Kein Detail scheint hier dem Zufall überlassen. Die Bäume brauchten sicher Jahrzehnte Pflege um ihre heutige Form zu erreichen.

Wo all die Menschen herkommen sehen wir dann im Bahnhof von Kyoto vor unserer Abreise. Alle sieben Minuten strömt eine neue Traube Menschen von den Shinkansen Bahnsteigen her kommend in die Stadt. Wir schnappen uns noch schnell etwas zum Mittag und stellen uns in die Reihe zum Wagen sechs unseres Zuges. Die Haltepunkte der Züge sind durch Tore genau markiert. Von Wagen 1 bis 3 bzw. 5 ohne Platzkarten und vom Wagen 4 bzw. 6 mit Platzkarten. Einsteigen und Aussteigen geht in weniger als zwei Minuten. Dann fährt der Zug schon weiter. Weil sich die Wagenreihung im Vergleich zu Deutschland auch nie ändert gibt es keine pilgernden Massen durch den Zug.
Nagoya ist von einem anderen Schlag. Die Stadt ist auf den ersten Blick viel moderner. Die Hochhäuser sind höher und moderner, bunte Leuchtreklame und das Gedränge ist größer und geschäftiger. Große Teile des Bahnhofsuntergeschosses uns der U_Bahn Station Sakae sind ein Einkaufszentrum. Boutique reiht sich an Boutique reiht sich an Restaurant reiht sich an Restaurant.
Im Hotel machen wir zunächst eine Pause.
Für unser Abendessen steht eine Nagoya Spezialität auf dem Programm. Hitsumabushi, ein auf Holzkohle gegrillter Süßwasseraal. Der Aal wird während des Grillens immer wieder in eine spezielle Marinade getaucht, die dem Fisch den Geschmack gibt. Das ganze auf Reis mit einer kleinen Gemüsebeilage, Lauch, Kräutern, grünem Tee und Wasabi gereicht. Ein unbedingtes Muss in Nagoya.


Und das mit den Stäbchen klappt auch immer besser.


Den Tag haben wir dann mit einem kleinen Nachtspaziergang beendet.


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