… sind die Menschen in Japan, wie wir heute wieder mehrfach erleben durften. Früh am Morgen auf dem Weg nach Nagashima Resort wollten Ricardo und ich verschiedene Ausgänge nutzen. Ricardo hatte seinen Fahrschein schon in das Tor gesteckt war aber nicht durchgegangen. Nun war der Fahrschein weg, das Tor zu und wir steckten erst einmal ratlos fest. Die Frau, die vor Ricardo das Tor passierte hat das gesehen und dem Wächter erklärt. Der lies uns dann ohne Probleme auf der anderen Seite passieren. Wir waren sehr dankbar. Mit unseren quasi nicht existierenden Japanischkenntnissen hätten wir das nie erklären können.
Im Schnellzug nach Kuwana unterhielten wir uns auf Deutsch als uns eine junge Japanerin in Deutsch ansprach. Sie hatte mehrere Jahre Deutsch gelernt und eine Weile in Kalifornien gelebt. Beim Austausch unserer Reiseerlebnisse stellte sich heraus, dass sie schon fast alle Disney Resorts besucht hat, bis auf Paris und Florida.
Für uns stand heute Nagashima Resort auf dem Programm, ein großer Freizeitpark im Süden von Nagoya mit vielen Achterbahnen (Steel Dragon 2000, ArcoBat, Arashi).




Unter anderem der mit über 2400 Metern längsten Achterbahn der Welt. Beim manchmal langen Anstehen kommt man ins Gespräch. Einmal flirteten die Jungs mit einer Gruppe Mädchen in bunten Jacken ein anderes Mal sprach uns eine Familie an, neugierig wo wir wohl herkämen.

Wir waren auch meist die einzigen Gaijin in der Warteschlange. Arashi war die verrückteste Bahn, die wir fahren durften. Eine Bahn die nicht nur auf und ab fährt, sondern auch noch Purzelbaum schlägt.
Eine andere Bahn sah nach einer ganz besonderen Attraktion aus.

Haben wir aber nicht ausprobiert.

Wir hatten das beste Wetter, Sonnenschein mit angenehmen Temperaturen und überall die schönsten Kirschblüten.
Die Kinder waren völlig fertig als wir wieder in Nagoya waren. Auf Essen zu warten hatten sie gar keine Lust mehr. Im JR Hochaus direkt über dem Bahnhof gibt es auf zwei Etagen gleich 36 Restaurants.

Im Bahnhof selbst noch einmal so viele und im U-Bahnhof untendrunter sicher nicht weniger. Zwei Stationen weiter, wo wir zu unserem Hotel gelangen, gibt es wieder viele Gänge mit Restaurants uns Shops. Tobias hat kurz gegoogelt und 18556 Restaurants für Nagoya bei 2,3 Millionen Einwohnern gefunden. Für Berlin habe ich 3,6 Millionen Einwohner und 12131 Restaurants und Bars gefunden. Das heißt in Berlin kommen 2,4 mal mehr Einwohner auf ein Restaurant als in Nagoya. Das wichtigste: Die Miso-Nikomi Udon waren super.

Die zwanzig Minuten warten haben sich gelohnt. Zu guter letzt wieder mit der U-Bahn nach Hause. Weder der fahrscheinfressende Automat noch der volle Bahnhof konnten uns verlegen machen. Am Ende war die Bahn gerade mal zu zwei drittel voll.


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